Zusammenarbeit für zukunftsfähige Mobilität geht weiter


Grund zur Freude bei den zehn NEMO-Gemeinden und unseren Netzwerkpartnern. Nemo erhält Anschlussförderung über den badenova Innovationsfonds bis 2029.

Wir freuen wir uns über die Zusage einer Förderung des badenova Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz in Höhe von 250.000€. Damit kann die erfolgreiche Arbeit für 3 weitere Jahre fortgesetzt werden.
 

„Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, mit der Unterstützung der badenova dieses zukunftsweisende Projekt auch in den kommenden Jahren weiterführen zu können“, so Jan Münster, Geschäftsführer der Energieagentur Südwest, „NEMO ist eine echte Blaupause dafür, wie es gelingen kann gerade in ländlichen Regionen den Mobilitätssektor zukunftsfähig und nachhaltig zu entwickeln und insbesondere Mobilitätslösungen nicht nur auf dem Papier zu planen, sondern auch konkret vor Ort umzusetzen“. 

Michael Artmann, badenova Innovationsfonds, überreichte den „Klimahelden“, eine symbolische Anerkennung für geförderte Projekte, und bestätigt: „Nachhaltige Mobilität ist eine zentrale Herausforderung für ländliche Regionen. Umso mehr freuen wir uns, Kommunen bei der Umsetzung von innovativen und klimafreundlichen Angeboten zu unterstützen.“

Umsetzung nachhaltiger Mobilitätsangebote im Fokus

Fokusthemen des neuen Förderzeitraums ab April 2026 sind die Etablierung sicherer Rad- und Fußwege, v.a. für Schulkinder sowie die Einführung eines gemeindeübergreifenden Fahrradverleihsystems. Auch die klimafreundliche Anbindung neuer Wohngebiete sowie die Integration von Blau-Grüner Infrastruktur, beispielsweise begrünte Wartezonen und entsiegelte Wege, werden Schwerpunkte der Zusammenarbeit sein.

Zunächst steht auch die Finalisierung wichtiger Meilensteine der ersten Projektjahre von NEMO im Vordergrund. Im Laufe des kommenden Jahres werden an unterschiedlichen Standorten die ersten Mobilstationen gebaut. Diese bündeln verschiedene Verkehrsmittel und Services an einem Ort. Daran anknüpfend werden ein Carsharing-Angebot etabliert und öffentliche Ladesäulen in allen Mitgliedsgemeinden und -städten errichtet. Bürgermeister Dr. Carsten Vogelpohl (Bad Bellingen) fasst zusammen: „Die NEMO-Kooperation ist ein großartiger Erfolg. Es ist toll zu sehen, wie wir als Gemeinden gemeinsam ein Netz an E-Ladesäulen und Carsharing-Angeboten im ländlichen Raum aufbauen. Mit der Förderung aus dem Badenova Innovationsfonds können wir neue Ziele angehen, wie zum Beispiel unsere Anbindung an das stark genutzte Basler Bikesharing-System.“

Interkommunale Zusammenarbeit als Erfolgsmodell

Innovatives und bewährtes Element des Projekts ist die enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Gemeinden, Städten und weiteren Projektpartnern. Dies ermöglicht flächendeckende, effizient geplante umweltfreundliche Mobilitätsangebote auch in den kleinen, ländlichen Gemeinden von NEMO. Dabei orientieren sich die Maßnahmen an den konkreten Bedürfnissen der Menschen hier vor Ort und sollen für möglichst alle Zielgruppen zugänglich sein.

Die Zusammenarbeit gestaltet sich am Beispiel der Mobilstationen wie folgt: Vor Ort schauen wir als Städte und Gemeinden, an welchen Standorten Mobilstationen sinnvoll sind, zum Beispiel an Umstiegspunkten oder in Ortszentren. Die Energieagentur Südwest bündelt anschließend die Ideen, übernimmt die Detailplanung und kümmert sich um die Akquise von Fördermitteln, damit die Umsetzung für alle Beteiligten möglichst kostengünstig gelingt. Der Landkreis fungiert dabei als enger Kooperationspartner: Er stellt stellvertretend den gemeinsamen Förderantrag und ermöglicht eine gebündelte Anschaffung von Mobiliar und Dienstleistungen für die Mobilstationen. Fachlich eng begleitet wird das Netzwerk durch den Verein Agglo Basel sowie den Regionalverband Hochrhein-Bodensee. In regelmäßigen Netzwerktreffen tauschen sich alle Beteiligten aus, legen gemeinsame Schritte fest und reagieren auf neue Entwicklungen. So entsteht Schritt für Schritt ein regional abgestimmtes Netz an Mobilitätsangeboten.